Malediven - Unsere Flitterwochen im Kuredu Island Resort & Spa

Mit diesem Urlaub haben wir uns wirklich einen lang ersehnten Traum erfüllt. Wir kamen bereits in den Genuss, die Dominikanische Republik zwei Mal besuchen zu können und es war jedes Mal wirklich wie im Paradies. Für unsere Flitterwochen sollte es in diesem Jahr aber etwas ganz besonderes sein. Wir haben lange überlegt und uns letztendlich für die Malediven entschieden.

 

Wer sich schon mal mit einem Urlaub auf den Malediven auseinander gesetzt hat, kann sicherlich nachvollziehen wie schwer es ist, für sich die perfekte Insel zu finden. 

Kurz zur Info für alle: Die Malediven verteilen sich auf  insgesamt 26 Atollen. Unter einem Atoll versteht man eine meist kreisförmige Anordnung von Inseln. Es gibt also 1190 Inseln verteilt auf 26 Atolle, davon sind 220 von Einheimischen bewohnt und 87 Inseln werden für touristische Zwecke genutzt. 

Uns war es wichtig, auf eine nicht all zu kleine Insel zu reisen. Die Angst, eine Insel nach 15 Minuten umrundet zu haben und dort für zwei Wochen zu sein, war mir doch zu groß. Grundsätzlich sind mein Mann und ich richtige Strandchillerin  Urlaub, aber ein längerer Strandspaziergang sollte dann doch drin sein :) 

 

Nach vielem Bewertungen lesen und einigen Recherchen im Internet haben wir uns letztendlich für eine Insel im Lhaviayni Atoll entschieden, welches nördlich von Male liegt. Da ich selbst total ungern Schiff fahre und ich eine Fahrt mit einem Speedboot vermeiden wollte haben wir uns für die perfekte Insel Kuredu Island Resort & Spa entschieden.

Anreise

Wir sind Anfang Januar von Frankfurt am Main über eine Zwischenladung in Dubai direkt nach Malé geflogen. Bis hier waren wir schon ca. 10 Stunden mit dem Flugzeug unterwegs. In Malé ausgestiegen (man bemerke mit Pullover und langen Hosen) sind wir gefühlt erstmal gegen eine Wand gelaufen. Zu Hause hatte es schon Minusgrade und nun standen wir hier bei knapp 27 Grad Schattentemperatur. Nach einer kurzen Wartezeit bis unsere Koffer kamen, ging es direkt weiter zum Schalter für die Wasserflugzeuge. Es hat alles ganz reibungslos geklappt und kurze Zeit später wurden wir mit einem kleinen Bus direkt zum Abflugterminal gebracht. 

Im Flugzeug selbst waren wir ca. 14 Personen plus zwei Piloten und einem weiteren Mitarbeiter.  Vorab können wir empfehlen, packt auf jeden Fall Ohrpacks ein. Die Propeller werden ziemlich laut und bei einer Flugdauer von ca. 45 Minuten kann es irgendwann ziemlich unangenehm werden.

Was aber alles natürlich entschädigt ist der wunderbare Ausblick von oben. Wir haben selten so tolle Blautöne gesehen, teilweise hatte man sogar Blicke auf einheimische Inseln sowie Hotelresorts erhaschen können. Alleine der Flug war wirklich ein Erlebnis wert und ein super Start in unseren Urlaub. 

 

Nach der Landung wurden wir mit Trommeln und Gesang von den Mitarbeitern begrüßt. Unser Gepäck wurde vom Wasserflugzeug direkt zu unserem Bungalow gebracht. 

Unser Aufenthalt, Ausflüge & Co.

Vorab gesagt, das Hotel ist in drei verschiedene Bereiche aufgeteilt (O-Resort, Sangu- und Hauptbereich). Von der Zimmerkategorie hatten wir uns für eine Beachvilla mit Jacuzzi (JBV) entschieden (wobei im Nachgang eine Villa ohne Jacuzzi völlig ausgereicht hätte), aber die Lage mit war einfach unschlagbar. Wir hatten bei der Buchung angegeben, dass wir unsere Flitterwochen auf Kuredu verbringen. Wir hatten das Glück ein Upgrade auf eine JBV im O-Resort zu bekommen. Wir hatten unsere eigene Liegen, sobald wir unser Zimmer verlassen hatten standen wir mit den Füßen im Sand und hatten das Meer vor uns. Das Restaurant im O-Resort ist auf Stelzen mitten im Wasser gebaut. Wir hatten also schon beim Frühstücken einen tollen Ausblick auf das Meer und unter einem rauschen die Wellen. . 

Durch die Einteilung der Insel in diese drei Bereiche hatte man immer das Gefühl fast alleine auf der Insel zu sein. Da wir hauptsächlich den Platz direkt vor unserer Villa genutzt hatten, waren zehn Leute am Tag zu sehen wirklich viel. Wir wollten in diesem Urlaub einfach nur entspannen, gute Bücher lesen und viel schnorcheln/ schwimmen gehen. Da bei uns die Strömung immer ziemlich stark war, sind wir immer etwas Richtung Hauptbereich gelaufen und dort dann direkt ins Wasser.

Vor einigen Jahren gab es auch auf den Malediven eine sogenannte Korallenbleiche. Durch die steigende Wassertemperatur stirbt aller Plankton ab und zerstört somit die natürliche Nahrungskette. Anstelle von bunten Farben unter Wasser war das Riff leider komplett tot.  Es gab ein altes Schiffswrack direkt am Riff, dort gab es natürlich viele Fische, Haie und Rochen. Die bunte Unterwasserwelt haben wir aber leider doch vermisst. 

Vom Strand aus musste man ca. 200m rausschwimmen um an das Hausriff zu kommen. Bis dahin hat es nur Sand und Seegras. Was sowohl Vor,- als auch Nachteile hatte. Im Sand haben die sogenannten Titan-Drückerfischer ihre Eier verbuddelt und die werden von den Müttern gut bewacht und wenn nötig auch verteidigt. Da man diese Stellen als Schnorchler/ Schwimmer natürlich nicht erkennen konnte, war immer etwas Vorsicht geboten. Vom örtlichen Tauchcenter ProDivers haben wir einige Infos über diese Fische bekommen und wie man sich verhalten sollte. Sobald also dieser Drückerfisch senkrecht auf einer Stelle schwimmt und die Rückenflosse stellt, ist Vorsicht geboten und man sollte schauen Land zu gewinnen. Ansonsten kann es sein, dass man ziemlich penetrant von ihm verfolgt wird. Da so eine Nestüberwachung bis zu 60 Meter reicht, kann man also mal eine Weile schwimmen. In der Regel lassen die Fische einen in Ruhe sobald mal den Rückzug antritt, in manchen Fällen wurde auch mal in die Flossen oder ins Bein gezwickt. 

Nun aber zu der schönen Seite mit dem Seegras :) Seegras trübt  einem manchmal wohl etwas die Sicht, dafür bilden sie aber einen super Nahrungsplatz für Schildkröten. Es war wirklich toll, wie viele man von diesen tollen Lebenswesen man dort in freier Wildbahn zu sehen bekommen hat. Man konnte sogar bis auf 1-2 Meter Abstand ohne Probleme nebendran mit tauchen. Natürlich immer mit etwas Abstand, damit die Schildkröten sich nicht bedrängt fühlen. Vor Ort gibt es für die Schildkröten sogar eine Meeresbiologin. Sie erforscht die Fortpflanzung und die Population rund um Kuredu. Im Januar wurden bisher über 160 verschiedene Tiere rund um Kuredu gesichtet. 

Pro Aufenthalt ist ein Sunsetcruise für jeden Gast inklusive. Leider hatten wir am Abend unserer Tour  keinen tollen Sonnenuntergang. Dafür hatten wir Delfine als Begleiter. Es war schon immer ein Kindheitswunsch diese wunderbaren Tiere zu sehen. Ungefähr 4-5 Tiere haben uns die ganze Zeit begleitet und sobald das Schiff schneller gefahren ist, haben auch die Delfine immer mehr an Geschwindigkeit zugelegt. Das war wirklich eine tolle Erfahrung. 

Einige Tage später sind wir mit dem Tauchcenter vor Ort schnorcheln gefahren. Wie am Anfang mal erwähnt, ist mein Magen kein Freund der Schiffsschaukelei. Dank ein paar tollen Pflaster die ich mir vorab bei meinem Hausarzt verschrieben bekommen habe, hat das zum Glück alles gut geklappt. 

Wir haben an diesem Vormittag zwei verschiedene Stellen angefahren. Zuerst machten wir an einer Unterwasserinsel halt und sind direkt im offenen Meer ins Wasser gegangen. Hier gab es wirklich viele bunte tolle Fische und sogar einen kleinen Adlerrochen. Leider waren auch hier die Korallen ziemlich abgestorben. Nach ca. 30 Minuten im Wasser ging es wieder aufs Boot und wir fuhren zum nächsten Halt. Dieses Mal an ein Hotelriff, dass sich The Wall nennt. Eine Steilwand geht dabei ca. 30 Meter in die Tiefe, dass war wirklich sehr beeindruckend. Wir hatten vor Ort dieses Mal ziemlich Glück und kamen in den Genuss einen Schwarzspitzenriffhai und einen Ammenhai zu sehen. Allein beim Gedanken daran, einem Hai im Wasser zu begegnen, bereitete mir vor unserem Urlaub schon ziemliches Herzklopfen und Schweisausbrüche. Im Wasser selbst war mein einfach nur fasziniert, wie nah und völlig unbeirrt die Tiere an einem vorbei geschwommen sind. Bevor wir wieder aufs Boot zurück gegangen sind, ist noch ein großer Stachelrochen unter uns vorbeigezogen. In diesem Urlaub muss ich feststellen, wie faszinieren diese großen Meersgleiter sind. Sie schweben einfach richtig im Wasser und geben einem das Gefühl von Freiheit. 

Als wäre das nicht schon beeindruckend genug gewesen, haben wir auf der Rückfahrt mit dem Boot im Wasser einen großen Mantarochen gesehen. Wir machten kurzerhand Stopp und versuchten schnell und leise ins Wasser zu gehen. Mein Mann erhaschte noch einen Blick auf ihn, aber er war leider schon zu weit entfernt und verschwand in den Weiten des Meers. Wer also vor Ort mal ist, dem kann ich die Reef Safari Tour wirklich empfehlen, uns hat sie sehr viel Spaß gemacht und war wirklich toll. Nachdem wir einem Mantarochen so nah waren, wollten wir gerne eine Mantatour machen. Leider wurde diese aktuell nicht angeboten, da es wohl zu wenig Nachfragen gab.

Die nächsten Tage haben wir mit guten Büchern, gutem Essen und viel Sonne am Strand verbracht. Ab und an haben wir einen Inselrundgang gemacht um den "Kindergarten" der Insel zu besuchen. Dieser liegt an der Nordseite der Insel und dort gibt es jede Menge Babyrochen-, und haie. Teilweise schwimmen einem die Haie die ganze Zeit im Wasser hinterher. 

 

Da mein Mann leidenschaftlicher Angler ist, gehörte es natürlich zum Pflichtprogramm im Indischen Ozean angeln zu gehen. Wir haben uns für eine Nightfishingtour entschieden. Dabei haben wir nicht mit normalen Routen geangelt, sondern haben die Art der Einheimischen kennengelernt - und zwar mit Handleinen.

Man bekam eine lange Schnur mit einem schweren Blei und einem Köder und musste diesen Blei bis zum Grund ablassen. Nun hieß es abwarten und Fingerspitzengefühl. Man musste anhand des Zugs der Leine erkennen, ob man einen Biss an der Schurr hatte. Nach zehn Minuten hatte ich gefühlt einen riesen Fisch an der Schnur, musste sogar Christian um Hilfe bitten weil es einfach so schwer war. Ich war schon ganz siegessicher als das Schnurende immer höher kam. Leider zogen wir am Ende nur einen großen Korallenstein aus dem Wasser, in den sich mein Haken verirrt hatte. 

Am Ende der Tour hatten wir doch einen ziemlich guten Fang beisammen und bekamen unseren Fisch (den Christian gefangen hatte), am nächsten Tag sogar frisch zubereitet beim Abendessen serviert. Leider kann ich nicht genau sagen was es für einer war, aber er war wirklich mega lecker.

Der Urlaub ging leider viel zu schnell vorbei, aber es war wohl einer unserer schönsten den wir bisher erlebt haben. Wir haben selten eine so nette und ehrliche Gastfreundschaft von allen Mitarbeitern erlebt. Jeder war immer so zuvorkommend und es hatten alle immer ein Lächeln auf dem Gesicht. Auch als ich einen Hautausschlag bekommen hatte, da ich mit den Härchen einer Raupe in Kontakt kam, war jeder bemüht mir zu helfen. 

 

Wir möchten nochmal ein großes Dankeschön an das gesamte Team aussprechen, das diesen Urlaub für uns so unvergesslich gemacht hat. Wer selbst Interesse an einem Urlaub auf den Malediven hat oder Fragen zum Hotel hat, darf sich natürlich gerne bei mir melden.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Sandra (Mittwoch, 13 Februar 2019 08:50)

    Wunderschöner Beticht und tolle Fotus. Ich hatte das Gefühl mitten drin zu sein �